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Deutsche Börse Photography Foundation

Ausstellungs­kooperationen

Zusätzlich zu dem Ausstellungsprogramm in The Cube, welches die Präsentation sammlungseigener Werke ebenso umfasst wie die Ausstellungen zu geförderten Projekten – z.B. der Deutsche Börse Photography Foundation Prize oder das Foam Talent Programm – entwickelt die Foundation weitere Kooperationen mit Kulturinstitutionen im In- und Ausland. 2014 gastierte die Art Collection mit Werken zum Thema „Human Nature“ im NRW Forum Düsseldorf im Rahmen des Düsseldorf Photo Weekend. Seit der ersten Ausgabe der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein-Main im Jahr 2012 ist die Art Collection überdies ein wichtiger Partner dieser neuen Fototriennale. Sie gestaltet RAY sowohl über Leihgaben als auch als Ausstellungsort aktiv mit. Anne-Marie Beckmann ist als Kuratorin der Sammlung Mitglied des RAY Kurator*innen-Teams. In Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt wurden 2015 sowie 2017 die Sonderausstellung zum Deutsche Börse Photography Prize als Teil von RAY im MMK gezeigt. Auch 2018 war der Deutsche Börse Photography Foundation Prize im Rahmen von RAY 2018 im MMK zu sehen.

Wichtige Fotografie-Ausstellungen nach Frankfurt zu holen und die eigene Sammlung außerhalb der eigenen Ausstellungsräume einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ist auch in Zukunft ein erklärtes Ziel der Deutsche Börse Photography Foundation.

 

Art Collection on Tour

Installationsansicht Fotografiemuseum Amsterdam Foam, 2019

Changing Views - 20 Years of Art Collection Deutsche Börse

Ausstellung: 3. Mai bis 7. Juli 2019

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Art Collection Deutsche Börse zeigte das Foam Fotografiemuseum Amsterdam mit „Changing Views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse" ein umfangreiches Spektrum an Werken aus der Sammlung. Im Ausstellungszeitraum wurden insgesamt über 150 Werke der Sammlung in vier aufeinanderfolgenden Kapiteln gezeigt. Dies ermöglichte einen vielfältigen Einblick in verschiedene Themenbereiche und Positionen der Art Collection. Unter anderem waren Arbeiten von Größen wie Diane Arbus, Walker Evans, Bernd & Hilla Becher, Rineke Dijkstra oder Dana Lixenberg Teil der Auswahl, jedoch auch jüngere Fotograf*innen wie Tobias Zielony und Mike Brodie und Entdeckungen wie Gerd Danigel oder Gabriele und Helmut Nothhelfer.

Die vier Kapitel in Folge waren:

Germany (3.–19. Mai)
Icons (21. Mai – 4. Juni)
Traces of Disorder (6.–23. Juni)
Youth Culture (25. Juni – 7. Juli)

Weitere Details zu den Kapiteln finden Sie hier.

Ausstellungsförderung

Armin Linke, Kunsthistorisches Institut in Florenz Max Planck Institut, Photothek, Florence, Italy, 2018 © Armin Linke for the project Image Capital by Estelle Blaschke and Armin Linke, 2018. Courtesy: the artist and Vistamare Milano / Pescara

Image Capital

Ausstellung: 9. September bis 11. Dezember 2022 im Museum Folkwang Essen

Wir haben die Ausstellung „Image Capital“ im Folkwang Museum Essen als Kooperationspartner gefördert. Die Präsentation veranschaulicht die Geschichte und Gegenwart des Mediums Fotografie als Informationstechnologie und beruht auf einem interdisziplinären Forschungsprojekt der Fotografiehistorikerin Estelle Blaschke und des Künstlers Armin Linke.

Fotografien jeglicher Art werden oft bearbeitet, getauscht, gelagert und verkauft, viele auch gelöscht und vergessen. All diese Handlungen prägen unseren Umgang mit ihnen. Während die Geschichte der digitalen Bildpraktiken noch entsteht, sticht heute die unaufhörliche Anhäufung von Fotografien in Suchmaschinen, Social Media oder in den Speichern unserer Smartphones hervor. Die Ausstellung zeigt Fotografien, Videoarbeiten, Texte, Archivbilder sowie Interviews aus der Forschung, Wissenschaft und Industrie und stellt damit Fragen. Wie werden Wertesysteme geschaffen? Wie werden die ständig wachsenden Bildmengen in digitalen und analogen Konzepten verwaltet, genutzt und monetarisiert?

Nach der Eröffnung in Essen wird die Präsentation in unterschiedlichen Varianten in der Fondazione MAST/ Bologna und im Centre Pompidou/Paris sowie bei uns in Eschborn gezeigt. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Jochen Lempert

Ausstellung: 12. März bis 5. Juni 2022 im Portikus Frankfurt am Main

Der Portikus Frankfurt, Teil der renommierten Städelschule (Hochschule für Bildende Künste), zeigte im Frühjahr 2022 eine Ausstellung mit den Arbeiten des Fotografen Jochen Lempert (*1958), die seine erste Einzelausstellung in Frankfurt war. Als Teil unseres vielfältigen Engagements förderten wir diese Präsentation.

In seinen Schwarz-Weiss-Fotografien und vielfältigen Installationen beschäftigt sich der Künstler eingehend mit Phänomenen aus der Tier- und Pflanzenwelt und wie sie uns in unterschiedlichen Kontexten begegnen. Lemperts Arbeiten zeichnen sich dadurch aus, dass er einen biologischen mit einem fotografischen Blick verbindet und damit neue Perspektiven erschafft. Für den Portikus wird Jochen Lempert eine neue Werkgruppe entwickeln, die sich mit der Flora und Fauna der Maininsel und der Umgebung der Alten Brücke auseinandersetzt.

Bereits 2014 war Jochen Lempert Finalist für den Deutsche Börse Photography Prize, sein damals für den Prize ausgewähltes Projekt finden Sie hier.

 

Zanele Muholi

Ausstellung und Begleitprogramm: 26. November 2021 bis 13. März 2022 im Gropius Bau Berlin

Im Rahmen unserer Ausstellungskooperationen förderten wir die Präsentation „Zanele Muholi“ im Gropius Bau in Berlin sowie das zugehörige Begleitprogramm „Forms of Insistence, Tenderness und Refuge“. Es war die erste große Ausstellung der südafrikanischen Fotograf*in in Deutschland.

Zanele Muholi (*1972, Südafrika) bezeichnet sich selbst als visuelle*r Aktivist*in und wurde in den frühen 2000er Jahren mit Fotografien bekannt, die Geschichten von Schwarzen lesbischen, schwulen, bisexuellen, queeren, trans* und inter* Menschen in Südafrika und darüber hinaus erzählen. Die Ausstellung im Gropius Bau zeigt die ganze Bandbreite von Muholis Schaffen und versammelt mehr als 200 Fotografien: von der ersten Werkreihe „Only Half the Picture“ bis zur aktuellen Serie „Somnyama Ngonyama“. Muholis Arbeiten befassen sich mit Sexualpolitik, rassistischer Gewalt, kommunalem Widerstand und Selbstbehauptung – und sind zugleich ein Akt der Sichtbarmachung, der Ermächtigung und des sozialen Aktivismus, der Stereotypen und den heteronormativen Blick in Frage stellt.

Das Programm „Forms of Insistence, Tenderness and Refuge“ begleitete von November 2021 bis März 2022 die Ausstellung und umfasste Gespräche, Filmvorführungen, Künstler*innenführungen sowie eine Veranstaltung mit Beiträgen von Poetry Meets. Am letzten Wochenende der Ausstellung rundeten zwei Vorträge das Begleitprogramm ab. Am 12. März hielt erst Tina Campt, die eine Schwarze feministische Theoretikerin der visuellen Kultur und der zeitgenössischen Kunst ist, einen Vortrag mit dem Titel „Gazing While Black: Black Bodies, White Cube Spaces“. Anschließend sprach Renée Mussai, Kuratorin und Wissenschaftlerin für Fotografie, über „Other/Wise – Notes on Curatorial Care, Visual Activism, and Seeing with Different Eyes“. Die Veranstaltung wurde nach einer Begrüßung durch Anne-Marie Beckmann (Deutsche Börse Photography Foundation) von der Kuratorin Natasha Ginwala moderiert. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.

Zanele Muholis Werkgruppe „Phases and Faces“ ist Teil der Art Collection Deutsche Börse, im Jahr 2015 war sie Finalist*in des Deutsche Börse Photography Prize.

 

Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse.
Ausstellung: 27. April bis 13. August 2017 im Städel Museum Frankfurt am Main

Das Städel Museum in Frankfurt zeigte die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse". Diese Ausstellung wurde mit 25 Leihgaben der Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt und präsentierte Werke von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse und Thomas Struth aus der Art Collection.

Anhand von rund 200 Fotografien der international renommierten Künstler*innen ging die Ausstellung unter anderem der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Student*innen an der Düsseldorfer Kunstakademie ausübten.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

 

Claudia Andujar. Morgen darf nicht gestern sein

Ausstellung: 18. Februar bis 25. Juni 2017 im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Erstmals in Europa gab diese Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das Werk der in Brasilien lebenden Fotografin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz und Erhalt der Yanomami, der größten indigenen Volksgruppe im Amazonasgebiet, entstand in den frühen 1980er- Jahren ihre bis heute wichtigste Serie "Marcados" (Die Markierten). Die Porträts sind der Beginn der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami.

RAY Fotografietriennale

Maisie Cousins, Walking Back To Happiness, 2023 © Maisie Cousins

Über die Kooperation

Alle drei Jahre steht das gesamte Rhein-Main-Gebiet im Zeichen der Fotografie und widmet sich seit 2012 in Form der Fototriennale RAY mit einem umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm einem wechselnden Thema. Die internationale Triennale der Fotografie RAY, durchgeführt von Fotografieprojekte gGmbH, wurde auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain gegründet, um die Kompetenz und Vielfalt der künstlerischen Fotografie und verwandter Medien in der Region Frankfurt/Rhein-Main zu bündeln und herauszustellen.

Wir sind seit der ersten Triennale nicht nur einer der Hauptausstellungsorte, sondern auch Förderer und Teil des Kuratoriums. Mit Ausstellungen, zahlreichen Events und einem dreitägigen Festival zum Triennale-Thema bietet RAY eine facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie.

RAY Jahrgänge

Wir nehmen 2024 zum fünften Mal an der internationalen Triennale der Fotografie RAY teil. Mehr als elf Institutionen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region beteiligen sich an dem Programm und präsentieren unter dem diesjährigen Thema ECHOES an verschiedenen Ausstellungsorten zeitgenössische Fotografie und verwandte Medien. Ab dem 30. Mai zeigen wir in Eschborn die Ausstellung „RAY Echoes. Memory“. Unter dem thematischen Schwerpunkt „Memory“ vereint sie acht internationale künstlerische Positionen, die sich mit der Rolle des Mediums Fotografie als Erinnerungsträger auseinandersetzen.

Nähere Details zu aktuellen Ausstellung finden Sie hier.

 

Die vergangenen RAY Triennale Themen waren:

2021  RAY. Ideologies
2018  RAY. Extreme
2015  RAY. Imagine Reality
2012  RAY. Making History

Weiteres

Diego Moreno, Red days, aus der Serie "Malign Influences", 2021 © Diego Moreno

Fotografiefestival „Les Rencontres de la photographie d’Arles“ in Arles, Frankreich

Über die Kooperation

Als gemeinnützige Stiftung unterstützen wir junge Künstler*innen, die mit dem Medium Fotografie arbeiten in Form von Auszeichnungen, Stipendien und Ausstellungen, oftmals in Kooperation mit anderen Institutionen. Seit 2019 kooperieren wir mit dem  "Fotohaus ParisBerlin" und präsentieren jedes Jahr wechselnde Arbeiten von internationalen Künstler*innen im Rahmen des größten, internationalen Fotografiefestivals „Les Rencontres de la photographie d’Arles“. An verschiedenen Ausstellungsorten im Innen- und Außenraum, die über die Stadt Arles verteilt sind, können Besucher*innen Werke berühmter Fotograf*innen und bisher weniger bekannter Künstler*innen sehen.

 

Die Künstler*innen der vergangenen Jahre waren:

2023  Verdiana Albano
2022  Daniel Castro Garcia 
2021  Philip Montgomery
2019  Florian Albrecht-Schoeck, Jana Bissdorf, Malte Sänger

 

Aktuelle Ausstellung

Wir nehmen zum fünften Mal an dem renommierten Festival teil und präsentieren in Kooperation mit dem Fotohaus ParisBerlin in der Stiftung Manuel Rivera-​Ortiz Werke des mexikanischen Künstlers Diego Moreno.

In seinem sehr persönlichen Werk verarbeitet dieser Erfahrungen aus seiner Kindheit, die von einem zutiefst religiösen Umfeld geprägt war. Moreno, der selbst als Messdiener mehr als zehn Jahre in der katholischen Kirche aktiv war, entdeckte bereits in jungen Jahren seine Homosexualität. Lange empfand er sich deshalb als schlecht und schuldig, da seine sexuelle Orientierung nicht mit den Werten seines Umfelds, seiner Religion und seiner Familie vereinbar schien. Die Beschäftigung mit diesem Trauma ist in den beiden Serien präsent, die in der Ausstellung gezeigt werden. In „Malign Influences“ imaginiert Moreno eine alternative Realität aus monströsen Wesen. Er manipuliert Fotos aus dem eigenen Familienarchiv digital, entfernt den abgebildeten Personen die Augen, verzerrt ihre Körper und ersetzt ihre Gesichter mit teuflischen Fratzen. Mit diesen diabolischen Kreaturen entstehen Verbündete, mit denen er sich aufgrund seiner jahrelang empfundenen Ablehnung besser identifizieren konnte als mit den auf den Fotos Porträtierten. Auch in der Serie „In My Mind There is Never Silence” stehen seltsam erscheinende Wesen im Vordergrund. Die sogenannten „Los Panzudos“, die einer über 500 Jahre alten katholischen Tradition zur Huldigung der Jungfrau Maria entstammen, werden jedes Jahr in seiner Heimatregion Chiapas gefeiert. Dafür verkleiden sich Menschen mit Masken und ausladenden Kostümen, die auffällig und bewusst hässlich sind, um damit ihre eigene Sündhaftigkeit zu symbolisieren. Moreno erinnern diese Figuren vor allem an seine Tante, die durch eine Krankheit ebenso von vielen als hässlich bezeichnet wurde und die sich wie Moreno selbst zu den Außenseiter*innen der Gesellschaft zählte. Um sie zu würdigen, kreiert er eigene „Los Panzudos“ und lässt sie in privaten Räumen Teil des Alltags werden. 

Details zum Fotofestival in Arles und der Ausstellung finden Sie hier

 

Reihe: "Viewfinder – Fotografie und Film im Dialog"
"Verborgene Blicke – Voyeurismus im Film", 1. November 2019 bis 12. Januar 2020

"Durch die Augen von Magnum", 3. November 2020 bis 13. Juni 2021

Die Deutsche Börse Photography Foundation und das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum initiierten gemeinsam mit der Reihe „Viewfinder – Fotografie und Film im Dialog" eine neue Kooperation. Die Nähe von Fotografie und Film zueinander schlägt sich nicht nur in der verwandten Technik nieder. Betrachtet man die Geschichte der beiden Medien, stößt man vor allem auf die gegenseitige Einflussnahme: Fotografie ist immer wieder ein Thema in den unterschiedlichsten Filmgenres und auch sie bedient sich oft filmischer Sprache.

Teil dieser Kooperation war eine Filmreihe im DFF, sowie eine Ausstellung in deren Räumlichkeiten mit Werken aus der Art Collection Deutsche Börse.