Ausstellungs­kooperationen

Zusätzlich zu dem Ausstellungsprogramm in The Cube, welches die Präsentation sammlungseigener Werke ebenso umfasst wie die Ausstellungen zu geförderten Projekten – z.B. der Deutsche Börse Photography Foundation Prize oder das Foam Talent Programm – entwickelt die Foundation weitere Kooperationen mit Kulturinstitutionen im In- und Ausland. 2014 gastierte die Art Collection mit Werken zum Thema „Human Nature“ im NRW Forum Düsseldorf im Rahmen des Düsseldorf Photo Weekend. Seit der ersten Ausgabe der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein Main im Jahr 2012 ist die Art Collection überdies ein wichtiger Partner dieser neuen Fototriennale. Sie gestaltet RAY sowohl über Leihgaben als auch als Ausstellungsort aktiv mit. Anne-Marie Beckmann ist als Kuratorin der Sammlung Mitglied des RAY Kurator*innen-Teams. In Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt wurden 2015 sowie 2017 die Sonderausstellung zum Deutsche Börse Photography Prize als Teil von RAY im MMK 3 gezeigt. Auch 2018 war der Deutsche Börse Photography Foundation Prize im Rahmen von RAY 2018 im MMK 3 zu sehen.


Wichtige Fotografie-Ausstellungen nach Frankfurt zu holen und die eigene Sammlung außerhalb der eigenen Ausstellungsräume einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ist auch in Zukunft ein erklärtes Ziel der Deutsche Börse Photography Foundation.

 

Aktuelle Kooperationen

RAY 2021 Ideologien

Ausstellung und Festival: 3.6. - 12.9.2021 

 

Qiana Mestrich „The Right to Wear War“, 2020, aus der Serie „Thrall“ © Qiana Mestrich

Das große Versprechen der Globalisierung – den Menschen weltweit mehr Wohlstand zu bringen – weicht zunehmender Skepsis. Von Menschen gemachter Klimawandel, Raubbau an der Natur, die Macht und Abhängigkeit der Gesellschaften von den großen Tech-Konzernen und die stetige Konzentration von Reichtum in den Händen weniger führen nicht allein zu weltweiten Migrationsbewegungen, sondern zu immer mehr Frustration, was eine zunehmende Polarisierung öffentlicher Debatten zur Folge hat. Demokratische Strukturen werden in Frage gestellt, aktuelle Modelle autokratischer Staatsführung in Ost und West finden zunehmend Anhänger_innen. Flankiert von gezielten Kommunikationsstrategien werden damit verbundene Ideologien und ideologische Einstellungen als Begründung und Rechtfertigung von Ideen, Überzeugungen und Werten einer Person, einer Gruppe oder Staatengebilden, ob über das gesprochene oder geschriebene Wort, und mehr noch über Bilder verbreitet.

Die internationale Fotografietriennale RAY 2021 präsentiert zeitgenössische Fotografie sowie deren verwandte Medien unter dem Thema IDEOLOGIEN. Gezeigt wird kritisch reflexive Kunst, die ihre eigenen Grundlagen zur Entstehung und das Zeigen mit hinterfragt. Die Identifikation der Betrachtenden mit dem Kunstwerk ist hier per se durch eine Störung, Reibung, Übertreibung und durch die Produktion von etwas Neuem bestimmt, die manipulative Verschmelzung von Bild und Betrachter gehemmt. Die Werke fordern uns auf, Bilder kritisch zu betrachten, sie zu analysieren und zu verstehen. Umgeben von immer mehr Bildern, ist diese Fähigkeit wichtiger denn je. Die vierte Ausgabe der Triennale RAY findet an über 11 Ausstellungsorten in der Region Frankfurt/Rhein-Main statt.

In den RAY Ausstellungen der Deutsche Börse Photography Foundation, der DZ BANK Kunstsammlung, des Fotografie Forum Frankfurt, des Museum Angewandte Kunst und des MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST setzt das Kurator_innen-Team dazu auf vielfältige Perspektiven anhand von Beiträgen und Neuproduktionen internationaler Künstler_innen wie Akinbode Akinbiyi, Máté Bartha, Johanna Diehl, Eddo Hartmann, Paula Markert, Qiana Mestrich, Yves Sambu, Adrian Sauer und Salvatore Vitale. RAY 2021 IDEOLOGIEN wird gemeinsam kuratiert von Anne-Marie Beckmann (Deutsche Börse Photography Foundation), Christina Leber (DZ BANK Kunstsammlung), Alexandra Lechner (Freie Kuratorin), Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt), Susanne Pfeffer und Anna Sailer (MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST) sowie Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst).

 

"Les Rencontres de la photographie", Arles - Fotohaus ParisBerlin

4. Juli bis 26. September 2021

 

Philip Montgomery, Hiawatha Bridge, Minneapolis, Minnesota, May 2020 © Philip Montgomery

 

Zum zweiten Mal kooperiert die Deutsche Börse Photography Foundation mit dem "Fotohaus ParisBerlin" und präsentiert im Rahmen des Festivals "Les Rencontres de la photographie" die Ausstellung "Philip Montgomery - American Mirror" in der Stiftung Manuel Rivera-​Ortiz.

Als gemeinnützige Stiftung unterstützt die Deutsche Börse Photography Foundation junge Künstler*innen in Form von Auszeichnungen, Stipendien, Ausstellungen und Kooperationen mit anderen Institutionen. Hierzu gehört seit 2017 auch das Foam Talents Programm, welches vom Fotografiemuseum Amsterdam ausgerichtet wird und jährlich 20 Nachwuchskünstler*innen auszeichnet. Teil dieser Förderung ist ein jährlicher Ankauf von Werken einem*einer der “Talents” für die Art Collection Deutsche Börse. In 2020 wurden im Rahmen der Kooperation mit Foam Arbeiten von Philip Montgomery erworben.

Philip Montgomerys „American Mirror“ ist ein Porträt der amerikanischen Volatilität – der Blick auf eine Nation in Bewegung, die zwischen ihrer Zukunft und ihrer Vergangenheit hin- und hergerissen ist. Die Unruhen in Ferguson im Jahr 2014 wurden zum entscheidenden Wendepunkt, nicht nur für das Verständnis des Fotografen in Bezug auf sein Heimatland, sondern auch für Amerika selbst. Das Gefühl von Optimismus und Fortschritt, das die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten erzeugt hatte, verwandelte sich in etwas anderes: einen gebrochenen, aufgewühlten und konfliktbeladenen Staat. Die Protagonisten in Montgomery’s Bildern sind amerikanische Durchschnittsbürger*innen, eingefangen zwischen Momenten der Trauer, Krise, Wut, Euphorie, Angst und Erleichterung. Montgomery siedelt sich in der Tradition der dokumentarischen Fotografie an, wobei sein Ansatz jedoch entschieden filmischer ist und eine wie im Standbild eingefrorene Nation scharf einfängt – eine sich endlos entfaltende Tragödie.

 

 

Vergangene Kooperationen

Reihe "Viewfinder – Fotografie und Film im Dialog"

"Verborgene Blicke – Voyeurismus im Film"

1. November 2019 bis 12. Januar 2020

"Durch die Augen von Magnum"

3. November 2020 bis 13. Juni 2021

 

Die Deutsche Börse Photography Foundation und das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum initiierten gemeinsam mit der Reihe „Viewfinder – Fotografie und Film im Dialog" eine neue Kooperation. Die Nähe von Fotografie und Film zueinander schlägt sich nicht nur in der verwandten Technik nieder. Betrachtet man die Geschichte der beiden Medien, stößt man vor allem auf die gegenseitige Einflussnahme: Fotografie ist immer wieder ein Thema in den unterschiedlichsten Filmgenres und auch sie bedient sich oft filmischer Sprache.

Teil dieser Kooperation ist eine Filmreihe im DFF, sowie eine Ausstellung in deren Räumlichkeiten mit Werken aus der Art Collection Deutsche Börse. Im November 2019 begann die Reihe mit dem Thema „Verborgene Blicke – Voyeurismus im Film". Die Ausstellung präsentierte Fotografien von Nobuyoshi Araki, Stefan Exler, Paul Fusco, Arnold Odermatt und Beat Streuli und auch die Auswahl der im November im Kino des DFF präsentierten Filmreihe kreiste um das Phänomen des Voyeurismus und die bisweilen damit verbundene Grenzüberschreitung.

Im Jahr darauf zeigten wir unter dem Titel „Durch die Augen von Magnum“ die spannenden Arbeiten einiger Fotograf*innen der Photoagentur Magnum Paris aus unserer Sammlung. Die Verbindung der Magnum-Fotograf*innen zum Film ist fast so alt wie die Agentur Magnum Photos selbst. Sie haben nicht nur unzählige Dreharbeiten am Set begleitet, sondern in ihren Arbeiten die Bildsprache des Kinos aufgenommen und manchmal sogar geprägt. Eine Ausstellung mit Werken aus der Art Collection Deutsche Börse, u.a. von Philipp Jones Griffiths, Harry Gruyaert, Thomas Hoepker und Alec Soth.

 

"ICI ET LÀ-BAS" - Die Meisterschüler von Heidi Specker
Reihe "La jeune photographie allemande"

7. November 2019 bis 12. Januar 2020

Mit der Reihe "La jeune photographie allemande" nehmen das Goethe-Institut Paris und die Deutsche Börse Photography Foundation in Kooperation mit ausgewählten Hochschulen und Akademien die Nachwuchsszene in den Fokus und zeigen aktuelle Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland.

Anlässlich der Internationalen Messe für Fotografie PARIS PHOTO und im Rahmen dieser Reihe präsentierten das Goethe-Institut Paris und die Deutsche Börse Photography Foundation die Arbeiten der Meisterschüler*innen von Heidi Specker, eine der profiliertesten Stimmen der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland und seit 2011 Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig. In der Gruppenausstellung "ICI ET LÀ-BAS" näherten sich die Künstler*innen dem Thema Grenze aus unterschiedlichen Perspektiven – physisch, geografisch, politisch und konzeptionell.

Mit Werken von: Julia Debus, Eric Meier, Sinaida Michalskaja, Felix Pötzsch, Martin Reich, Mika Schwarz, Hanna Stiegeler, Dorothee Waldenmaier.

 

"Les Rencontres de la photographie", Arles - Fotohaus ParisBerlin

1. Juli bis 31. Juli 2019

Während des internationalen Fotografiefestivals „Les Rencontres de la photographie" im französischen Arles haben wir im Fotohaus ParisBerlin Positionen drei junger Fotograf*innen gezeigt, die Teil unserer Sammlung sind: Florian Albrecht-Schoeck, Jana Bissdorf und Malte Sänger. Unter dem Titel „Mur(s)/Mauer(n)" präsentierten 15 Institutionen im Fotohaus Werke von über 50 Fotograf*innen.

 

Changing Views - 20 Years of Art Collection Deutsche Börse

Ausstellung, 3. Mai bis 7. Juli 2019

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Art Collection Deutsche Börse zeigte das Foam Fotografiemuseum Amsterdam mit „Changing Views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse" ein umfangreiches Spektrum an Werken aus der Sammlung. Im Ausstellungszeitraum wurden insgesamt über 150 Werke der Sammlung in vier aufeinanderfolgenden Kapiteln gezeigt. Dies ermöglichte einen vielfältigen Einblick in verschiedene Themenbereiche und Positionen der Art Collection. Unter anderem waren Arbeiten von Größen wie Diane Arbus, Walker Evans, Bernd & Hilla Becher, Rineke Dijkstra oder Dana Lixenberg Teil der Auswahl, jedoch auch jüngere Fotograf*innen wie Tobias Zielony und Mike Brodie und Entdeckungen wie Gerd Danigel oder Gabriele und Helmut Nothhelfer.

Die vier Kapitel in Folge waren:

Germany (3.–19. Mai)
Icons (21. Mai – 4. Juni)
Traces of Disorder (6.–23. Juni)
Youth Culture (25. Juni – 7. Juli)

Weitere Details zu den Kapiteln finden Sie hier.

 

 

RAY 2018. EXTREME

Ausstellung und Festival, 25. Mai bis 21. September 2018

Alle drei Jahre steht das gesamte Rhein/Main Gebiet im Zeichen der Fotografie und widmet sich in Form der Fototriennale RAY mit einem umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm einem wechselnden Thema. 2018 stand RAY unter dem Motto „EXTREME": an über zehn Standorten wurden verschiedene Positionen zeitgenössischer Fotografie gezeigt, die das Thema reflektierten. Eröffnet wurde RAY 2018 im Mai 2018 erstmalig mit einem viertägigen Festivalauftakt im MMK 3 Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Das internationale Festivalprogramm umfasste Vorträge, Künstler*innengespräche, Führungen und Workshops zum diesjährigen Leitthema.

Neben einer der fünf Hauptausstellungen EXTREME. TERRITORIES in Eschborn war die Photography Foundation auch auf weiteren Ebenen aktiv an der RAY Fototriennale beteiligt. Mehr über RAY 2018 finden Sie hier.

 

Klasse Liebscher. Comment ai-je pu me perdre
Reihe "La jeune photographie allemande"

13. April bis 10. Juni 2018

 

Die Deutsche Börse Photography Foundation förderte das Ausstellungsprojekt im Goethe-Institut Paris, für das Prof. Martin Liebscher (Hochschule für Gestaltung Offenbach) und Anne-Marie Beckmann (Direktorin und Kuratorin Deutsche Börse Photography Foundation) Arbeiten von HfG-Studierenden ausgewählt haben.

Die in der Ausstellung „Comment ai-je pu me perdre" präsentierten Arbeiten von 12 Studierenden der Klasse von Prof. Martin Liebscher an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach zeugten in ihrer Befragung von Raum und Verortung mittels der Fotografie von diesem Vorgang. Sie sind das Ergebnis eines intensiven und tiefgreifenden Prozesses der Bildfindung, der die jungen Künstler*innen in ihrem Studium begleitet.

Diese Ausstellung war Teil der gemeinsamen Reihe "La jeune photographie allemande".

Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse.
Ausstellung im Städel Museum Frankfurt am Main

27. April bis 13. August 2017

 

Das Städel Museum in Frankfurt zeigte ab dem 27. April die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse". Diese Ausstellung wurde mit 25 Leihgaben der Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt und zeigte Werke von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse und Thomas Struth aus der Art Collection.

Anhand von rund 200 Fotografien der international renommierten Künstler*innen ging die Ausstellung unter anderem der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Student*innen an der Düsseldorfer Kunstakademie ausübten.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Claudia Andujar. Morgen darf nicht gestern sein
Ausstellung im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

18. Februar bis 25. Juni 2017

 

Erstmals in Europa gab diese Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das Werk der in Brasilien lebenden Fotografin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz und Erhalt der Yanomami, der größten indigenen Volksgruppe im Amazonasgebiet, entstand in den frühen 1980er- Jahren ihre bis heute wichtigste Serie "Marcados" (Die Markierten). Die Porträts sind der Beginn der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine Förderung der Deutsche Börse Photography Foundation.