Ausstellungs­kooperationen

Zusätzlich zu dem Ausstellungsprogramm in The Cube, welches die Präsentation sammlungseigener Werke ebenso umfasst wie die Ausstellungen zu geförderten Projekten – z.B. der Deutsche Börse Photography Foundation Prize oder das C/O Talents Programm – entwickelt die Foundation weitere Kooperationen mit Kulturinstitutionen im In- und Ausland. 2014 gastierte die Art Collection mit Werken zum Thema „Human Nature“ im NRW Forum Düsseldorf im Rahmen des Düsseldorf Photo Weekend. Seit der ersten Ausgabe der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein Main im Jahr 2012 ist die Art Collection überdies ein wichtiger Partner der neuen Foto-Triennale im Rhein-Main-Gebiet. Sie gestaltet sowohl über Leihgaben als auch als Ausstellungsort die RAY Fotografieprojekte aktiv mit. Anne-Marie Beckmann ist als Kuratorin der Sammlung Mitglied des RAY Kuratoren-Teams. In Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt wurde 2015 die Sonderausstellung zum Deutsche Börse Photography Prize als Teil der RAY Fotografieprojekte im MMK 3 gezeigt. Wichtige Fotografie-Ausstellungen nach Frankfurt zu holen und die eigene Sammlung außerhalb der eigenen Ausstellungsräume einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ist auch in Zukunft ein erklärtes Ziel der Deutsche Börse Photography Foundation.


Aktuelle Kooperationen

Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse.
Ausstellung im Städel Museum Frankfurt am Main

27. April bis 13. August 2017

Thomas Ruff, Porträt (G. Benzenberg), 1985, © Thomas Ruff/ VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Das Städel Museum in Frankfurt zeigt ab dem 27. April die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse". Diese Ausstellung wird mit 25 Leihgaben der Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt und zeigt Werke von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse und Thomas Struth aus der Art Collection.

Der Begriff „Becher Klasse" oder auch „Becher Schule", bezeichnet eine Generation von Fotografen, die zwischen 1976 und 1998 bei dem renommierten Fotografen Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat. Bernd Becher und seine Frau Hilla prägten mit der sachlich-nüchternen Bildsprache ihrer schwarz-weiß Aufnahmen von Industrieanlagen, Wassertürmen und Gebäudefassaden das Medium der zeitgenössischen Fotografie nachhaltig. Die umfassende Ausstellung zur Becher-Klasse im Städel Museum nimmt das Werk dieses Künstlerpaares als Ausgangspunkt, um die radikale Veränderung im Umgang mit dem Medium der Fotografie, die sich in den Arbeiten der sogenannten Becher-Schüler manifestiert, aufzuzeigen. Zu sehen sind großformatige Hauptwerke sowie zentrale Frühwerke der wohl einflussreichsten deutschen Fotografengeneration. Anhand von rund 200 Fotografien der international renommierten Künstler wie Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich geht die Ausstellung unter anderem der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Studentinnen und Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie ausübten.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Claudia Andujar. Morgen darf nicht gestern sein
Ausstellung im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

18. Februar bis 25. Juni 2017

 

Claudia Andujar, aus der Serie "Marcados", 1981–1983
Courtesy Claudia Andujar and Galeria Vermelho, São Paulo, Brazil

Erstmals in Europa gibt diese Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das Werk der in Brasilien lebenden Fotografin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz und Erhalt der Yanomami, der größten indigenen Volksgruppe im Amazonasgebiet, entstand in den frühen 1980er- Jahren ihre bis heute wichtigste Serie "Marcados" (Die Markierten). Die Porträts sind der Beginn der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami. Sie werden in der Ausstellung um fotografische Werkgruppen von den 1960er-Jahren bis heute erweitert. In den eindrucksvollen Bilderserien aus dem Amazonasgebiet und dem urbanen São Paulo spiegelt sich der Mensch in seinem Verhältnis zu Gesellschaft und Politik, Stadt und Natur wider und tritt in einen engen Dialog mit dem subjektiven Blick der Fotografin.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine Förderung der Deutsche Börse Photography Foundation.