Ausstellungs­kooperationen

Zusätzlich zu dem Ausstellungsprogramm in The Cube, welches die Präsentation sammlungseigener Werke ebenso umfasst wie die Ausstellungen zu geförderten Projekten – z.B. der Deutsche Börse Photography Foundation Prize oder das Foam Talent Programm – entwickelt die Foundation weitere Kooperationen mit Kulturinstitutionen im In- und Ausland. 2014 gastierte die Art Collection mit Werken zum Thema „Human Nature“ im NRW Forum Düsseldorf im Rahmen des Düsseldorf Photo Weekend. Seit der ersten Ausgabe der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein Main im Jahr 2012 ist die Art Collection überdies ein wichtiger Partner dieser neuen Fototriennale. Sie gestaltet RAY sowohl über Leihgaben als auch als Ausstellungsort aktiv mit. Anne-Marie Beckmann ist als Kuratorin der Sammlung Mitglied des RAY Kuratoren-Teams. In Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt wurden 2015 sowie 2017 die Sonderausstellung zum Deutsche Börse Photography Prize als Teil von RAY im MMK 3 gezeigt. Auch 2018 war der Deutsche Börse Photography Foundation Prize im Rahmen von RAY 2018 im MMK 3 zu sehen.


Wichtige Fotografie-Ausstellungen nach Frankfurt zu holen und die eigene Sammlung außerhalb der eigenen Ausstellungsräume einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ist auch in Zukunft ein erklärtes Ziel der Deutsche Börse Photography Foundation.

 

Aktuelle Kooperationen

Viewfinder – Fotografie und Film im Dialog

Beat Streuli, Sydney 98, 1998 © Beat Streuli

Ausstellung und Filmreihe
Verborgene Blicke – Voyeurismus im Film

Filmreihe: 1. bis 27. November 2019
Ausstellung: 1. November 2019 bis 12. Januar 2020

Die Deutsche Börse Photography Foundation und das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum initiieren gemeinsam mit der Reihe „Viewfinder – Fotografie und Film im Dialog" eine neue Kooperation. Die Nähe von Fotografie und Film zueinander schlägt sich nicht nur in der verwandten Technik nieder. Betrachtet man die Geschichte der beiden Medien, stößt man vor allem auf die gegenseitige Einflussnahme: Fotografie ist immer wieder ein Thema in den unterschiedlichsten Filmgenres und auch sie bedient sich oft filmischer Sprache.

Teil dieser Kooperation ist eine Filmreihe im DFF, sowie eine Ausstellung in deren Räumlichkeiten mit Werken aus der Art Collection Deutsche Börse. Im November dieses Jahres beginnt die Reihe mit dem Thema „Verborgene Blicke – Voyeurismus im Film".

Die Ausstellung präsentiert Fotografien von Nobuyoshi Araki, Stefan Exler, Paul Fusco, Arnold Odermatt und Beat Streuli. Gemein ist ihnen das Eindringen des fotografischen Bildes in intime Bereiche des menschlichen Lebens. Ob mit den Mitteln der inszenierten Fotografie oder der Fotoreportage, ob mit oder ohne das Wissen der Abgebildeten – sämtliche Bilder gewähren dem Betrachter genaue Einblicke in die häufig verborgenen Bereiche menschlicher Gesellschaft: Privatsphäre, Trauer, oder schlicht das „ungeschützte" Alltagsgesicht eines Menschen in der Menge. Es ist die Lust am Betrachten des Anderen, die die Fotografie mit dem Kinofilm teilt.

Auch die Auswahl der im November im Kino des DFF präsentierten Filmreihe kreist um das Phänomen des Voyeurismus und die bisweilen damit verbundene Grenzüberschreitung. Neben kanonischen Klassikern der Filmgeschichte wie „Peeping Tom" oder „Rear Window" (Das Fenster zum Hof) werden nervenaufreibende Thriller von Brian de Palma oder David Lynch, sowie Experimentalfilme von Harun Farocki oder Paul Bartel zu sehen sein. Eingeführt werden die Filme jeweils von Studenten der Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Mehr Informationen zu den einzelnen Filmen und den Eintrittspreisen finden Sie hier.

 

 

"ICI ET LÀ-BAS"
Die Meisterschüler von Heidi Specker

Entrance, 2018 © Eric Meier

Ausstellung

Reihe "La jeune photographie allemande"
7. November 2019 bis 12. Januar 2020
Eröffnung: 7. November 2019

Die deutsche Fotografie lebt nicht nur vom exzellenten Ruf ihrer etablierten Vertreter*innen, sondern wird auch in erheblichem Maße von der Dynamik und dem unbedingten Innovationswillen junger Talente getragen. Mit der Reihe "La jeune photographie allemande" nehmen das Goethe-Institut Paris und die Deutsche Börse Photography Foundation in Kooperation mit ausgewählten Hochschulen und Akademien die Nachwuchsszene in den Fokus und zeigen aktuelle Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland.

Anlässlich der Internationalen Messe für Fotografie PARIS PHOTO und im Rahmen dieser Reihe präsentieren das Goethe-Institut Paris und die Deutsche Börse Photography Foundation die Arbeiten der Meisterschüler von Heidi Specker, eine der profiliertesten Stimmen der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland und seit 2011 Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig.

In der Gruppenausstellung "ICI ET LÀ-BAS" nähern sich die Künstler*innen dem Thema Grenze aus unterschiedlichen Perspektiven – physisch, geografisch, politisch und konzeptionell. Die gezeigten Werke gehen selbst auch über eine Grenze hinaus, und zwar über die des Mediums Fotografie: Das Foto ist bildgebender Ausgangspunkt, welches sich in der Verbindung zu Text und Buch, zum Bewegtbild in Film und Video, als Skulptur oder als raumbezogene Installation neue Formen des Ausdrucks sucht.

Mit Werken von: Julia Debus, Eric Meier, Sinaida Michalskaja, Felix Pötzsch, Martin Reich, Mika Schwarz, Hanna Stiegeler, Dorothee Waldenmaier.


 

Vergangene Kooperationen

"Les Rencontres de la photographie", Arles - Fotohaus ParisBerlin

Während des internationalen Fotografiefestivals „Les Rencontres de la photographie" im französischen Arles haben wir vom 1. Juli bis zum 31. Juli 2019 im Fotohaus ParisBerlin Positionen drei junger Fotografen gezeigt, die Teil unserer Sammlung sind: Florian Albrecht-Schoeck, Jana Bissdorf und Malte Sänger. Unter dem Titel „Mur(s)/Mauer(n)" präsentierten 15 Institutionen im Fotohaus Werke von über 50 Fotografen.

 

Changing Views - 20 Years of Art Collection Deutsche Börse

Ausstellung, 3. Mai bis 7. Juli 2019

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Art Collection Deutsche Börse zeigte das Foam Fotografiemuseum Amsterdam mit „Changing Views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse" ein umfangreiches Spektrum an Werken aus der Sammlung. Im Ausstellungszeitraum wurden insgesamt über 150 Werke der Sammlung in vier aufeinanderfolgenden Kapiteln gezeigt. Dies ermöglichte einen vielfältigen Einblick in verschiedene Themenbereiche und Positionen der Art Collection. Unter anderem waren Arbeiten von Größen wie Diane Arbus, Walker Evans, Bernd & Hilla Becher, Rineke Dijkstra oder Dana Lixenberg Teil der Auswahl, jedoch auch jüngere Fotografen wie Tobias Zielony und Mike Brodie und Entdeckungen wie Gerd Danigel oder Gabriele und Helmut Nothhelfer.

Die vier Kapitel in Folge waren:

Germany (3.–19. Mai)
Icons (21. Mai – 4. Juni)
Traces of Disorder (6.–23. Juni)
Youth Culture (25. Juni – 7. Juli)

Weitere Details zu den Kapiteln finden Sie hier.

 

 

RAY 2018. EXTREME

Ausstellung und Festival, 25. Mai bis 21. September 2018

Alle drei Jahre steht das gesamte Rhein/Main Gebiet im Zeichen der Fotografie und widmet sich in Form der Fototriennale RAY mit einem umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm einem wechselnden Thema. 2018 stand RAY unter dem Motto „EXTREME": an über zehn Standorten wurden verschiedene Positionen zeitgenössischer Fotografie gezeigt, die das Thema reflektierten. Eröffnet wurde RAY 2018 im Mai 2018 erstmalig mit einem viertägigen Festivalauftakt im MMK 3 Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Das internationale Festivalprogramm umfasste Vorträge, Künstlergespräche, Führungen und Workshops zum diesjährigen Leitthema.

Neben einer der fünf Hauptausstellungen EXTREME. TERRITORIES in Eschborn war die Photography Foundation auch auf weiteren Ebenen aktiv an der RAY Fototriennale beteiligt. Mehr über RAY 2018 finden Sie hier.

 

Klasse Liebscher. Comment ai-je pu me perdre
Ausstellung im Goethe-Institut Paris

13. April bis 10. Juni 2018

 

Die Deutsche Börse Photography Foundation förderte das Ausstellungsprojekt im Goethe-Institut Paris, für das Prof. Martin Liebscher (Hochschule für Gestaltung Offenbach) und Anne-Marie Beckmann (Direktorin und Kuratorin Deutsche Börse Photography Foundation) Arbeiten von HfG-Studierenden ausgewählt haben.

Die in der Ausstellung „Comment ai-je pu me perdre" präsentierten Arbeiten von 12 Studierenden der Klasse von Prof. Martin Liebscher an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach zeugten in ihrer Befragung von Raum und Verortung mittels der Fotografie von diesem Vorgang. Sie sind das Ergebnis eines intensiven und tiefgreifenden Prozesses der Bildfindung, der die jungen Künstler in ihrem Studium begleitet.

Diese Ausstellung war Teil der gemeinsamen Reihe "La jeune photographie allemande".

Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse.
Ausstellung im Städel Museum Frankfurt am Main

27. April bis 13. August 2017

 

Das Städel Museum in Frankfurt zeigte ab dem 27. April die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher Klasse". Diese Ausstellung wurde mit 25 Leihgaben der Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt und zeigte Werke von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse und Thomas Struth aus der Art Collection.

Anhand von rund 200 Fotografien der international renommierten Künstler ging die Ausstellung unter anderem der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Studentinnen und Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie ausübten.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Claudia Andujar. Morgen darf nicht gestern sein
Ausstellung im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

18. Februar bis 25. Juni 2017

 

Erstmals in Europa gab diese Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das Werk der in Brasilien lebenden Fotografin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz und Erhalt der Yanomami, der größten indigenen Volksgruppe im Amazonasgebiet, entstand in den frühen 1980er- Jahren ihre bis heute wichtigste Serie "Marcados" (Die Markierten). Die Porträts sind der Beginn der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine Förderung der Deutsche Börse Photography Foundation.