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Deutsche Börse Photography Foundation

Foam Talent

Paintings, Dreams and Love © Yushi Li and Steph Wilson, courtesy of the artists

Über die Kooperation

„Foam Talent" ist ein international ausgerichtetes Förderprogramm für Nachwuchskünstler*innen unter 35 Jahren, das seit 2007 vom Fotografiemuseum Amsterdam Foam ausgerichtet wird. Jedes Jahr ruft Foam Künstler*innen, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, dazu auf, ihre Portfolios über einen Talent Call einzureichen. Aus zahlreichen Einsendungen werden 20 Künstler*innen ausgewählt, die dann mit ihren Arbeiten in der „Talent" Ausgabe des Foam Magazins veröffentlicht werden. Zusätzlich werden die Werke in einer Ausstellung in internationalen Institutionen gezeigt. Mit diesem Programm wird jungen Künstler*innen ein Forum geboten, um sich sowohl dem Fachpublikum als auch der breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Das Fotografiemuseum Foam ist ein weltweit tätiges Museum für zeitgenössische Fotografie mit Sitz in Amsterdam. Neben einem umfangreichen, wechselnden Ausstellungsprogramm, hat sich das Haus besonders der Nachwuchsförderung verschrieben. Im Rahmen dieser agiert die Deutsche Börse Photography Foundation seit 2017 als Partner für das Foam Talent-Programm. Als Teil der Kooperation werden zusätzlich jedes Jahr Werke einer*eines Künstler*in aus dem Foam Talent-Programm für die Art Collection Deutsche Börse erworben.

Angekaufte Künstler*innen:

2021  Daniel Castro Garcia (UK/ESP)
2020  Philip Montgomery (US)
2019  Maisie Cousins (UK) und Sylvain Couzinet-Jacques (FR)
2018  Weronika Gęsicka (PL)

 

Die Foam Talent Jahrgänge

Das Fotografiemuseum Amsterdam hat auch 2022 wieder 20 aufstrebende Künstler*innen ausgewählt, deren Arbeiten im kommenden Foam Magazine #61: Talent (veröffentlicht im Februar 2022) und im begleitenden Talent-Programm gezeigt werden. In diesem Jahr erreichten die Einreichungszahlen für Foams Talent Call – die jedes Jahr stetig gestiegen sind – ein Rekordhoch von 1938 Einreichungen aus 85 verschiedenen Ländern. 

Die Künstler*innen der Foam Talents 2022 sind: Marwan Bassiouni, Myriam Boulos, Olgaç Bozalp, Laura Chen, Kata Geibl, Lina Geoushy, Marvel Harris, Alexandra Rose Howland, Ange-Frédéric Koffi, Czar Kristoff, Yushi Li, Carla Liesching, Seif Kousmate, Pavo Marinović, Diego Moreno, Donja Nasseri, Ghazaleh Rezaei, Linn Phyllis Seeger, Ritsch Sisters, Donavon Smallwood.

Informationen zu den vorherigen Jahrgängen finden Sie hier (Link auf Englisch). Die digitale Ausstellung zu den Projekten der Foam Talent Künstler*innen 2021 können Sie sich online ansehen.

Goethe-Institut Paris

Reihe "La jeune photographie allemande"

Julian Slagman, Mats, 2021 © Julian Slagman

Über die Kooperation

Mit der Ausstellungsreihe „La jeune photographie allemande“ nehmen wir gemeinsam mit dem Goethe-Institut Paris seit 2018 den fotografischen Nachwuchs an den Hochschulen in Deutschland in den Fokus und zeigen aktuelle Tendenzen der Fotografie. Jedes Jahr geben wir den Student*innen einer ausgewählten Hochschule oder Akademie die Gelegenheit, ihr Arbeiten in einer Ausstellung im Goethe-Institut Paris zu präsentieren.

 

Bisherige Hochschulen:

2021 Fotografieklasse von Adam Broomberg und Oliver Chanarin der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Hamburg
2019 Meisterschüler*innen von Heidi Specker der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB)
2018 Fotoklasse von Martin Liebscher der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG)

Ausstellung "SUTURE"
Klasse Broomberg & Chanarin

11. November 2021 bis 5. Januar 2022, Goethe-Institut Paris

In der Gruppenausstellung „SUTURE“ untersuchten die Künstler*innen das versöhnliche Potential des Mediums Fotografie. Dies ermöglicht einen von Empathie und Wiedergutmachung geprägten Blick in die Zukunft. Die gezeigten künstlerischen Positionen umfassen ebenso sensible wie schonungslose Aufarbeitungsversuche persönlicher Verletzungen und gesellschaftlicher Traumata. In unterschiedlichsten Herangehensweisen thematisieren sie die mit den Fragen nach Identität und Herkunft einhergehenden Wunden und werfen die Frage auf, wofür es sich zu leben lohnt. Dabei geht es immer auch um das fotografische Medium selbst – seine Grenzen, Fähigkeiten und Chancen als Ausdrucksmittel in einer sich verändernden Welt. Zusammengehalten werden die vielfältigen Arbeiten der Studierenden durch einen Faden des kritischen Denkens, die Auseinandersetzung mit dem von Machtdynamiken gelenkten Blick und den beständigen Unwillen, die Welt so zu akzeptieren, wie sie ist. Teil der Ausstellung ist ebenfalls ein 2020 gemeinsam initiiertes digitales Forschungsprojekt. Im Kontext der Pandemie beschäftigten sich die Studierenden mit der Frage nach dem Potenzial der Fotografie im digitalen Raum und den daraus resultierenden Folgen für die Künstler*innen, Betrachtende und die Gesellschaft. So entstand „IRL“, eine digitale Ausstellung, die ebenso wie die Ausstellung „SUTURE“ als Versuch der beteiligten Künstler*innen zu verstehen ist, die etablierten Strukturen und Narrative zu konfrontieren, innerhalb derer sie ihre künstlerische Praxis verorten.

Die beteiligten Künstler*innen waren: Marc Botschen, Charlie Spiegelfeld, Ann-Sophie Krüger, Kristina Savutsina, CJ Chandler, Sebastian Stern, Alexander Kadow, Esteban Perez, Georg Kußmann, Julian Slagman, Lena Kunz, Razan Sabbagh, Manda Steinhauser, Max Eicke, Luise Hamm, Malin Dorn, Aras Gökten, Janosch Boerckel, Luísa Telles, Eli Singalovski, Sanja Zdrnja, Matthias Rebaschus und Max Schwarzmann.

HfG Fotoförderpreis

Preisträgerin Lena Bils vor ihrer Arbeit „Siedlung Westhausen“, 2021

Über den Preis

Gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach vergibt die Deutsche Börse Photography Foundation jährlich einen Nachwuchsförderpreis an besonders talentierte Studierende der Fotografieklasse. Der mit 2.500 € dotierte Preis zeichnet während ihres Studiums entstandene künstlerische Arbeiten aus und wird im Rahmen des Hochschul-Rundgangs verliehen und wird ab 2021 auf 3.000 € erhöht. Aus den im Rahmen der Rundgang-Ausstellung öffentlich präsentierten Werkgruppen wählt die Jury – zu der die Fotografin Barbara Klemm, der Direktor der Hochschule für Gestaltung, Bernd Kracke, und die Direktorin der Photography Foundation, Anne-Marie Beckmann, zählen – eine Arbeit aus. Mit dieser Kooperation leistet die Deutsche Börse Photography Foundation einen Beitrag zur Entwicklung der Fotografie am Standort Rhein-Main.

Die Preisträger*innen

Die Deutsche Börse Photography Foundation hat am 29. Oktober den HfG Fotoförderpreis 2021 an Lena Bils für ihr Projekt „Siedlung Westhausen“ verliehen. In ihrer Begründung schreibt die Jury: "Für Ihre Serie „Siedlung Westhausen“ besuchte Lena Bils die gleichnamige Wohnsiedlung aus den späten 1920er Jahren, die, der Idee des Bauhauses folgend, aus sehr gleichförmigen und schlicht gestalteten Häusern besteht. Deren farblich wechselnden Fassaden dienen jedoch in Bils Arbeiten lediglich als Kulisse für die von ihr aus dem dort vorgefundenen Sperrmüll geschaffenen Skulpturen, die sie in ihren Fotografien festhält. Gleichzeitig spielerisch und behutsam setzt sie ausrangierte Gegenstände des Haushalts wie Schubladen, Sonnenschirme oder Bilderrahmen zusammen und haucht ihnen in ihrer neuen Funktion als Teil eines Kunstwerks – wenn auch nur für einen kurzen Moment – neues Leben ein. Denn sobald Lena Bils ihre Objekte fotografiert hat, wird jedes gefundene Teil wieder an seinen Platz zurückgebracht, um dann von einem neuen Besitzer mitgenommen oder gänzlich entsorgt zu werden. Die Skulpturen in Bils Fotografien erzählen somit nicht nur von den Bewohner*innen der Siedlung Westhausen, sondern auch vom Kreislauf der Dinge und der Vergänglichkeit des Lebens. Ihre Titel beziehen die einzelnen Aufnahmen aus denen der jeweils integrierten Bücher. Mit dieser poetischen Alltagsbeobachtung ebenso wie mit der ihrer Großmutter gewidmeten großformatigen Arbeit „Wo ist Emmi?“ hat Lena Bils die Jury überzeugt."

Lena Bils wurde 1993 in Würzburg geboren. Sie ist gelernte Mediengestalterin und studiert seit 2017 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) Kunst mit dem Schwerpunkt Fotografie.

 

Bisherige Preisträger*innen:

2020 Verdiana Albano
2019 Dennis Haustein
2018 Jana Bissdorf; lobende Erwähnung an Tatjana Vdovenko
2017 Annika Grabold; lobende Erwähnung an Laura Brichta
2016 Robert Schittko; Sonderpreis an Hosam Katan
2015 Malte Sänger und Rudi Weissbeck
2014 Max Eulitz
2013 Stefan Stark und Pujan Shakupa
2012 Lilly Lulay und Karolin Back
2011 Florian Albrecht-Schoeck
2010 Oliver Dignal

Frankfurter Künstlerhilfe

© Florian Albrecht-Schoeck

Über die Kooperation

Der Frankfurter Verein für Künstlerhilfe e.V. hat es sich seit mehr als 25 Jahren zum Ziel gesetzt, junge bildende Künstler*innen im Rhein-Main-Gebiet zu fördern und die Idee entwickelt, sie in der entscheidenden Phase nach Abschluss ihres Studiums mit einjährigen Stipendien zu unterstützen. Die Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt diese Initiative durch die Finanzierung von Stipendien. Darüber hinaus ist die Kuratorin der Art Collection Mitglied des Kuratoriums, welches die zu fördernden Künstler*innen vorschlägt und auswählt. Die Foundation begleitet die fotografisch arbeitenden Stipendiat*innen anschließend weiter, z.B. in dem sie ihre Werke im Rahmen von Sonderausstellungen in The Cube, Eschborn, der breiten Öffentlichkeit präsentiert.