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Deutsche Börse Photography Foundation

Foam Talent Programm

aus der Serie "Ghost Island" © Lisandro Suriel / courtesy of the artist, Mondriaan Fund and United Nations Decade Fund

„Foam Talent" ist ein international ausgerichtetes Förderprogramm für Nachwuchskünstler*innen unter 35 Jahren, das seit 2007 vom Foam Fotografiemuseum Amsterdam ausgerichtet wird. Jedes Jahr ruft Foam Künstler*innen, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, dazu auf, ihre Portfolios über einen Talent Call einzureichen. Aus zahlreichen Einsendungen werden 20 Künstler*innen ausgewählt, die dann mit ihren Arbeiten in der „Talent" Ausgabe des Foam Magazins veröffentlicht werden. Zusätzlich werden die Werke in einer Ausstellung in internationalen Institutionen gezeigt. Mit diesem Programm wird jungen Künstler*innen ein Forum geboten, um sich sowohl dem Fachpublikum als auch der breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Das Foam Fotografiemuseum ist ein weltweit tätiges Museum für zeitgenössische Fotografie mit Sitz in Amsterdam. Neben einem umfangreichen, wechselnden Ausstellungsprogramm, hat sich das Haus besonders der Nachwuchsförderung verschrieben. Es gibt darüber hinaus mit dem Foam Magazine dreimal im Jahr eine eigene Publikation heraus. Diese beleuchtet aktuelle Trends im Bereich der Fotografie und bietet eine Plattform für aufstrebende Talente. Im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung agiert die Deutsche Börse Photography Foundation seit 2017 als Partner für das Foam Talent-Programm.

Als Teil der Kooperation werden jedes Jahr Werke einer*eines Künstler*in aus dem Foam Talent-Programm für die Art Collection Deutsche Börse erworben. Im ersten Jahr wurden die Arbeiten von Weronika Gesicka (PL) erworben. Im letzten Jahr (2019) waren es die Werke von Maisie Cousins (UK) und Sylvain Couzinet-Jacques (FR) und 2020 haben wir uns für die Arbeiten von Philip Montgomery (US) entschieden.

Die Foam Talents der 15. Ausgabe sind: Heather Agyepong (UK), Kwabena Sekyi Appiah-nti (BEL/GHA), Delali Ayivi (TGO/GER), Hajar Benjida (NL/MAR), Daniel Castro Garcia (UK/ESP), Soléne Gün (FR), Tommy Kha (US), Billy H.C. Kwok (CHN), Simon Lehner (AUSTR), Pat Martin (US), Plantation (NGA), Sarker Protick (BGD), Silvia Rosi (IT/TGO), Joey Solomon (US), Leonard Suryajaya (US), Lisandro Suriel (SX), Igor Tereshkov (RUS), Ana Vallejo (COL), Sheng-Wen Lo (TWN) und Bowei Yang (CHN). 

Informationen zu den vorherigen Jahrgängen finden Sie hier (Link auf Englisch). Die Ausstellung zu den Foam Talent Künstler*innen 2021 können Sie sich auch online ansehen.

Goethe Institut Paris

Reihe "La jeune photographie allemande"

Julian Slagman, Mats, 2021 © Julian Slagman

Ausstellung "SUTURE"
Klasse Broomberg & Chanarin

11. November 2021 bis 5. Januar 2022, Goethe Institut Paris

Mit der Ausstellungsreihe „La jeune photographie allemande“ nehmen wir gemeinsam mit dem Goethe-Institut Paris seit 2018 den fotografischen Nachwuchs an den Hochschulen in Deutschland in den Fokus und zeigen aktuelle Tendenzen der Fotografie. Jedes Jahr geben wir den Student*innen einer ausgewählten Hochschule oder Akademie die Gelegenheit, ihr Arbeiten in einer Ausstellung im Goethe-Institut Paris zu präsentieren. Nach der Fotoklasse von Martin Liebscher an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) in 2018 und den Meisterschüler*innen von Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig in 2019 zeigen wir in diesem Jahr anlässlich der Internationalen Messe für Fotografie PARIS PHOTO Arbeiten der Fotografieklasse von Adam Broomberg und Oliver Chanarin an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Hamburg. Broomberg und Chanarin sind zwei international renommierte Stimmen der zeitgenössischen Fotografie , gemeinsam erhielten sie in 2013 den Deutsche Börse Photography Prize.

In der Gruppenausstellung „SUTURE“ untersuchen die Künstler*innen das versöhnliche Potential des Mediums Fotografie. Dies ermöglicht einen von Empathie und Wiedergutmachung geprägten Blick in die Zukunft. Die gezeigten künstlerischen Positionen umfassen ebenso sensible wie schonungslose Aufarbeitungsversuche persönlicher Verletzungen und gesellschaftlicher Traumata. In unterschiedlichsten Herangehensweisen thematisieren sie die mit den Fragen nach Identität und Herkunft einhergehenden Wunden und werfen die Frage auf, wofür es sich zu leben lohnt. Dabei geht es immer auch um das fotografische Medium selbst – seine Grenzen, Fähigkeiten und Chancen als Ausdrucksmittel in einer sich verändernden Welt. Zusammengehalten werden die vielfältigen Arbeiten der Studierenden durch einen Faden des kritischen Denkens, die Auseinandersetzung mit dem von Machtdynamiken gelenkten Blick und den beständigen Unwillen, die Welt so zu akzeptieren, wie sie ist. Teil der Ausstellung ist ebenfalls ein 2020 gemeinsam initiiertes digitales Forschungsprojekt. Im Kontext der Pandemie beschäftigten sich die Studierenden mit der Frage nach dem Potenzial der Fotografie im digitalen Raum und den daraus resultierenden Folgen für die Künstler*innen, Betrachtende und die Gesellschaft. So entstand „IRL“, eine digitale Ausstellung, die ebenso wie die Ausstellung „SUTURE“ als Versuch der beteiligten Künstler*innen zu verstehen ist, die etablierten Strukturen und Narrative zu konfrontieren, innerhalb derer sie ihre künstlerische Praxis verorten.

Die beteiligten Künstler*innen sind: Marc Botschen, Charlie Spiegelfeld, Ann-Sophie Krüger, Kristina Savutsina, CJ Chandler, Sebastian Stern, Alexander Kadow, Esteban Perez, Georg Kußmann, Julian Slagman, Lena Kunz, Razan Sabbagh, Manda Steinhauser, Max Eicke, Luise Hamm, Malin Dorn, Aras Gökten, Janosch Boerckel, Luísa Telles, Eli Singalovski, Sanja Zdrnja, Matthias Rebaschus und Max Schwarzmann.

HfG Fotoförderpreis

Preisträgerin Lena Bils vor ihrer Arbeit „Siedlung Westhausen“

Gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach vergibt die Deutsche Börse Photography Foundation jährlich einen Nachwuchsförderpreis an besonders talentierte Studierende der Fotografieklasse. Der mit 2.500 € dotierte Preis zeichnet während ihres Studiums entstandene künstlerische Arbeiten aus und wird im Rahmen des Hochschul-Rundgangs verliehen und wird ab 2021 auf 3.000 € erhöht. Aus den im Rahmen der Rundgang-Ausstellung öffentlich präsentierten Werkgruppen wählt die Jury – zu der die Fotografin Barbara Klemm, der Direktor der Hochschule für Gestaltung, Bernd Kracke, und die Direktorin der Photography Foundation, Anne-Marie Beckmann, zählen – eine Arbeit aus. Mit dieser Kooperation leistet die Deutsche Börse Photography Foundation einen Beitrag zur Entwicklung der Fotografie am Standort Rhein-Main.

Die Deutsche Börse Photography Foundation hat am 29. Oktober den HfG Fotoförderpreis 2021 an Lena Bils für ihr Projekt „Siedlung Westhausen“ verliehen. In ihrer Begründung schreibt die Jury: "Für Ihre Serie „Siedlung Westhausen“ besuchte Lena Bils die gleichnamige Wohnsiedlung aus den späten 1920er Jahren, die, der Idee des Bauhauses folgend, aus sehr gleichförmigen und schlicht gestalteten Häusern besteht. Deren farblich wechselnden Fassaden dienen jedoch in Bils Arbeiten lediglich als Kulisse für die von ihr aus dem dort vorgefundenen Sperrmüll geschaffenen Skulpturen, die sie in ihren Fotografien festhält. Gleichzeitig spielerisch und behutsam setzt sie ausrangierte Gegenstände des Haushalts wie Schubladen, Sonnenschirme oder Bilderrahmen zusammen und haucht ihnen in ihrer neuen Funktion als Teil eines Kunstwerks – wenn auch nur für einen kurzen Moment – neues Leben ein. Denn sobald Lena Bils ihre Objekte fotografiert hat, wird jedes gefundene Teil wieder an seinen Platz zurückgebracht, um dann von einem neuen Besitzer mitgenommen oder gänzlich entsorgt zu werden. Die Skulpturen in Bils Fotografien erzählen somit nicht nur von den Bewohner*innen der Siedlung Westhausen, sondern auch vom Kreislauf der Dinge und der Vergänglichkeit des Lebens. Ihre Titel beziehen die einzelnen Aufnahmen aus denen der jeweils integrierten Bücher. Mit dieser poetischen Alltagsbeobachtung ebenso wie mit der ihrer Großmutter gewidmeten großformatigen Arbeit „Wo ist Emmi?“ hat Lena Bils die Jury überzeugt."

Lena Bils wurde 1993 in Würzburg geboren. Sie ist gelernte Mediengestalterin und studiert seit 2017 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) Kunst mit dem Schwerpunkt Fotografie.

 

Bisherige Preisträger*innen:

2020 Verdiana Albano

2019 Dennis Haustein
2018 Jana Bissdorf; lobende Erwähnung an Tatjana Vdovenko
2017 Annika Grabold; lobende Erwähnung an Laura Brichta
2016 Robert Schittko; Sonderpreis an Hosam Katan
2015 Malte Sänger und Rudi Weissbeck
2014 Max Eulitz
2013 Stefan Stark und Pujan Shakupa
2012 Lilly Lulay und Karolin Back
2011 Florian Albrecht-Schoeck
2010 Oliver Dignal

Frankfurter Künstlerhilfe

© Florian Albrecht-Schoeck

Der Frankfurter Verein für Künstlerhilfe e.V. hat es sich seit mehr als 25 Jahren zum Ziel gesetzt, junge bildende Künstler*innen im Rhein-Main-Gebiet zu fördern und die Idee entwickelt, sie in der entscheidenden Phase nach Abschluss ihres Studiums mit einjährigen Stipendien zu unterstützen. Die Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt diese Initiative durch die Finanzierung von Stipendien. Darüber hinaus ist die Kuratorin der Art Collection Mitglied des Kuratoriums, welches die zu fördernden Künstler*innen vorschlägt und auswählt. Die Foundation begleitet die fotografisch arbeitenden Stipendiat*innen anschließend weiter, z.B. in dem sie ihre Werke im Rahmen von Sonderausstellungen in The Cube, Eschborn, der breiten Öffentlichkeit präsentiert.