Katja Eckert

Phantasie-Bilder

„Was nützen Bücher,“ dachte Alice, „ohne Bilder…?“

Neugierde hat die Phantasie schon immer stimuliert. Deshalb zögert die kleine Alice auch nicht, dem weißen Kaninchen mit den roten Augen hinterherzulaufen. Sie springt ihm nach in seinen Kaninchenbau. Und landet nach langem Fall mitten in einer phantastischen Welt. Das Wunderland bevölkern skurrile Gestalten; ihre Äußerungen sind artig und grotesk, manchmal entbehren sie jeglicher Logik.

Neugierig ist auch Katja Eckert, und sie hat eine Affinität zu Kaninchen. Außerdem zu Hamstern, Mäusen, Meerschweinchen und anderen scheinbar ganz normalen kleinen Haustieren. Katja Eckert bildet sie allerdings nicht in artgerechter Umgebung ab, sondern im Wasser. Oder genauer unter Wasser – schwimmend, schwebend, treibend. Seltsam, dass sich die Tierchen so wohl fühlen in dem für sie nicht gerade lebensfreundlichen feuchten Element.

Wie das Kaninchen ins Wasser kommt? Seien Sie unbesorgt, dazu bedarf es keiner Gewalt. Ein kreativer Akt bringt es dorthin. Katja Eckerts Tierbilder sind keine fotografischen Dokumente, sondern Kunstprodukte. Die fotorealistische Optik verdanken sie dem Computer und der Ausbelichtung auf Fotopapier. Die kuriose Komposition entspringt ganz allein der Phantasie der Künstlerin.

„Wie geht das?“ fragte Alice. Der Dodo erwartete offensichtlich, dass nun jemand etwas sagte, aber alle anderen schwiegen beharrlich. „Ja, nun –,“ sagte der Dodo, „die beste Erklärung ist, man macht es.“

Biografische Daten

1976

geboren in Rüsselsheim

1996-2005

Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach/Main bei Prof. Heiner Blum

lebt und arbeitet in Berlin