Sim Chi Yin
Künstlertext folgt.
Weitere Informationen zum Werk:
In dem Langzeitprojekt „Shifting Sands“ dokumentiert Sim Chi Yin nicht nur die Logistik und das Spektakel des Abbaus und Transports von Sand über Ländergrenzen hinweg, sondern auch deren Folgen: Erdrutsche in Ländern, in denen der Abbau überhandnimmt, und künstliche Inseln, die anderswo aus importiertem Sand entstehen. Rohstoffknappheit ist eine der vielen Facetten wirtschaftlicher Krisen. Dabei mag es paradox erscheinen, dass Sand als eines der meistverwendeten Materialien zur Neige geht. Im Gegensatz zu anderen Materialien ist Sand nicht erneuerbar, was zu einem stetigen Preisanstieg geführt hat. Staaten importieren und exportieren Sand wie jede andere Ware auch. Einer der größten Pro-Kopf-Importeure von Sand ist Singapur, wo die Künstlerin Sim Chi Yin geboren wurde. Ihr Interesse an diesem Thema wurde insbesondere dadurch geweckt, dass dieses weitgehend unsichtbare Problem viel darüber aussagt, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Die rasante Urbanisierung in Asien steigert die Nachfrage nach diesem Rohstoff enorm. Das hat zur Folge, dass reiche Nationen Land und Territorium – oft von ihren ärmeren Nachbarländern – aufkaufen und den gewonnenen Sand dorthin bringen, wo sie ihn brauchen.
Zu dieser Künstlerin gibt es ein Video in unserer Mediathek.
Biografische Daten
1978
geboren in Singapur
2000
Abschluss Bachelor of Arts in Geschichte an der London School of Economics and Political Science, University of London
2001
Abschluss Master of Science in Geschichte (Internationale Beziehungen) an der London School of Economics and Political Science, University of London
seit 2018
Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am King’s College London
lebt in New York City und Berlin